Man kann sogar Brötchen im D2D-Vertrieb verkaufen!
von Hans J. Friedrich
Eine überraschende Begegnung an meiner Haustür
Heute klingelte es bei mir an der Haustür. Draußen stand ein Verkäufer – und wollte mir Brötchen verkaufen. Für jemanden, der sich seit vielen Jahren sich extrem intensiv mit Door-to-Door-Vertrieb beschäftigt, war das tatsächlich eine neue Erfahrung. Glasfaser? Natürlich. Energie? Klar. Photovoltaik, Versicherungen oder Telekommunikation? Alles bekannte D2D-Produkte. Aber Brötchen? Ich musste schmunzeln. Gleichzeitig war mein Interesse geweckt. Denn dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie vielseitig der persönliche Vertrieb an der Haustür sein kann. Hinter dem Angebot steckt Morgengold, ein Unternehmen, das sich auf die regelmäßige Lieferung frischer Backwaren direkt an die Haustür spezialisiert hat. Und je genauer ich mir das Geschäftsmodell anschaue, desto interessanter wird es aus Vertriebssicht. Morgengold: Ein einfaches Produkt mit einem klaren Mehrwert Die Geschäftsidee ist denkbar einfach: Morgens frische Brötchen genießen, ohne selbst zum Bäcker fahren zu müssen. Morgengold arbeitet mit regionalen Handwerksbäckereien zusammen, die täglich frische Backwaren herstellen. Kunden können aus einem Sortiment von Brötchen, Brot, Croissants, Brezeln und weiteren Backwaren wählen. Die Lieferung erfolgt frühmorgens direkt an die Haustür. Werktags in der Regel bis 6:30 Uhr, an Wochenenden bis 8:30 Uhr. Die gewünschten Liefertage und Produkte können individuell festgelegt werden. Bestellungen lassen sich online verwalten, ändern oder pausieren. Die Abrechnung erfolgt monatlich. Der Service ist monatlich kündbar. Ein interessantes Geschäftsmodell, das Komfort, Regionalität und digitale Prozesse miteinander verbindet. Über 150.000 Haushalte – Brötchen als erfolgreiches Geschäftsmodell Besonders überrascht haben mich die Dimensionen. Nach eigenen Angaben beliefert Morgengold mittlerweile mehr als 150.000 Haushalte in Deutschland und Österreich. Rund eine Million Brötchen, Brote, Croissants und andere Backwaren werden wöchentlich ausgeliefert. Das Unternehmen arbeitet mit über 100 Franchise-Betrieben und regionalen Handwerksbäckereien zusammen. Für 2025 nennt Morgengold einen Gesamtumsatz von 72,9 Millionen Euro. Das zeigt: Hinter dem vermeintlich kleinen Produkt steckt ein beachtliches Geschäftsmodell. Natürlich lässt sich daraus nicht ableiten, welcher Anteil der Kunden durch Door-to-Door-Vertrieb gewonnen wurde. Aber mein Erlebnis zeigt, dass auch dieser Vertriebskanal zur Vermarktung eines solchen Angebots eingesetzt wird. Und das finde ich bemerkenswert. Warum dieses Angebot hervorragend zum D2D-Vertrieb passen kann. Aus meiner Sicht erfüllt Morgengold gleich mehrere Voraussetzungen für erfolgreichen Door-to-Door-Vertrieb.
1. Der Kundennutzen ist sofort verständlich.
Frische Brötchen direkt an die Haustür, ohne morgens zum Bäcker fahren zu müssen. Dafür braucht es keine komplizierte Produktpräsentation.
2. Das Angebot löst ein alltägliches Problem.
Zeit sparen, bequem frühstücken und trotzdem frische Backwaren genießen. Der Nutzen ist unmittelbar nachvollziehbar.
3. Die Einstiegshürde ist niedrig.
Morgengold bietet eine kostenlose und unverbindliche Probelieferung an. Interessenten können den Service kennenlernen, bevor sie sich für eine regelmäßige Belieferung entscheiden.
4. Das Produkt besitzt Wiederholungspotenzial.
Wer mit dem Service zufrieden ist, kann regelmäßig bestellen. Aus einer einmaligen Kundenakquise kann eine langfristige Kundenbeziehung entstehen.
5. Der persönliche Kontakt schafft Vertrauen.
Ein Verkäufer kann das Konzept erklären, Fragen beantworten und mögliche Bedenken unmittelbar ausräumen. Gerade die Kombination aus persönlicher Ansprache und anschließender digitaler Kundenbetreuung halte ich für interessant. D2D ist mehr als Glasfaser, Energie und Versicherungen. Wir denken beim Door-to-Door-Vertrieb häufig viel zu eng. In der Telekommunikation gehört D2D seit Jahrzehnten zu den etablierten Vertriebskanälen. Auch Energieversorger, Versicherungen und Solarunternehmen setzen auf persönliche Kundenansprache.
Aber warum eigentlich nicht auch andere Branchen?
Entscheidend ist weniger das Produkt als vielmehr die Frage, ob sich dessen Nutzen an der Haustür überzeugend vermitteln lässt. Dabei müssen drei Faktoren zusammenkommen: ein relevanter Kundenbedarf, ein verständliches Leistungsversprechen und ein möglichst einfacher nächster Schritt. Morgengold zeigt, dass diese Voraussetzungen auch bei einem alltäglichen Konsumprodukt erfüllt sein können. Interessant ist außerdem die wirtschaftliche Perspektive: Bei regelmäßig wiederkehrenden Bestellungen lässt sich der Aufwand für die einmalige Kundenakquise über eine längere Kundenbeziehung verteilen. Voraussetzung dafür sind natürlich zufriedene Kunden, eine zuverlässige Lieferung und eine wirtschaftlich tragfähige Kundenbindung.
Die Zukunft des D2D-Vertriebs liegt in der Qualität
Was mir an der Begegnung besonders gefallen hat: Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir jemand unbedingt etwas verkaufen wollte. Vielmehr wurde mir ein Service vorgestellt, dessen Nutzen ich unmittelbar verstehen konnte. Genau darin liegt für mich die Zukunft eines professionellen Door-to-Door-Vertriebs. Nicht Druck, sondern Relevanz.
Nicht möglichst schnell verkaufen, sondern einen echten Mehrwert vermitteln.
Das gilt für Brötchen genauso wie für Glasfaseranschlüsse oder Energieverträge. Ein erfolgreicher Abschluss ist schließlich nur der Anfang einer Kundenbeziehung. Entscheidend ist, dass der Kunde auch nach dem Kauf zufrieden bleibt. Neue Branchen bedeuten neue Chancen für D2D-Agenturen. Für mich bestätigt diese Begegnung auch einen Grundgedanken hinter D2D-Hub.com. Der Markt für professionellen Door-to-Door-Vertrieb ist größer, als viele vermuten. Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen können von diesem Vertriebskanal profitieren. Gleichzeitig eröffnen sich für D2D-Agenturen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten jenseits ihrer klassischen Märkte. D2D-Hub.com bringt genau diese beiden Seiten zusammen: Unternehmen mit konkretem Vertriebsbedarf und Agenturen mit passenden Kompetenzen und Kapazitäten. Denn letztlich geht es immer um dieselbe Frage: Wie bringen wir das richtige Angebot mit dem richtigen Kunden zusammen?
Mein Fazit: Man lernt im Vertrieb nie aus
Nach vielen Jahren im Vertrieb kann mich Door-to-Door also tatsächlich noch überraschen. Ein Verkäufer für frische Brötchen an meiner Haustür war jedenfalls eine Premiere. Und wieder einmal zeigt sich: Ein guter Vertriebskanal ist nicht auf bestimmte Produkte beschränkt. Er funktioniert überall dort, wo Menschen einen konkreten Bedarf haben und ein überzeugendes Angebot auf professionelle Weise präsentiert wird. Meine Erkenntnis des Tages: Man kann offenbar fast alles im D2D-Vertrieb verkaufen. Sogar frische Brötchen. Und vielleicht ist genau das die größte Stärke dieses Vertriebskanals:
Die Haustür ist nicht das Ende der Customer Journey.
Sehr häufig ist sie ihr Anfang.
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